Archive for March, 2009

Unter Veranstaltern - Präsenzveranstaltung “Planung und Durchführung von Kulturveranstaltungen” in Osnabrück

Nachdem ich mir ein kurzes Frühstück in meinem Hotel gegönnt habe und mir beim Penny gegenüber noch etwas zum Trinken für den Tag besorgt habe, ging’s mit dem Bus auf zum Haus der Jugend. Den weg kannte ich ja zum Glück schon vom Vorabend.

Dort angekommen, waren schon die ersten Teilnehmer und der Dozent da. Klaus Terbrack (der Dozent) hat alle sehr herzlich begrüßt und man fühlte sich gleich willkommen. Zum Glück war die Sache nicht so steif, wie bei “Musik in Wirtschaft und Recht”. Herr Terbrack ist ein relativ junger Dozent, ich würde ihn so auf Mitte 40 tippen, und sehr sympathisch. Von den anderen Studenten kannte ich dieses Mal schon jemand. Editha hatte ich bereits bei “Musik in Wirtschaft und Recht” in München getroffen und wir verstehen uns ganz gut. Ansonst war es wieder bunt gemischt, allerdings wieder nicht von meinem Alter beginnend, sondern etwas darüber.

Der Raum der Veranstaltung ist dieses Mal auch wieder ganz in Ordnung. Zwar waren nebenan Gruppen, die hin und wieder ein bisschen lauter waren, aber das hielt sich soweit in Grenzen. Außerdem gab es Probleme mit dem Beamer-Anschluss, da Herr Terbrack ein fremdes MacBook dabei hatte und da die Anschlüsse anders sind, als bei seinem. Der Running-Gag der Veranstaltung war also ein Herr, der anscheinend im Haus arbeitet, der alle 30-60 Minuten mit einem neuen Kabel herein kam, dass er gerade gekauft hat. Keines von denen hat jedoch gepasst, also mussten wir ohne die Präsentation auskommen.

Das war in diesem fall allerdings gar nicht so schlimm, da es zur Veranstaltung ein sinnvolles Skript gab. Das fehlen eines solchen habe ich ja bei der letzten Veranstaltung explizit bemängelt. Ich verstehe bis heute nicht, wie man den Leuten zuhören soll, wenn man komplett damit beschäftigt ist, jedes Detail aus dem Vortrag zu Papier zu bringen. Deshalb bin ich ein Fan von Skripten für die Studenten, da hat man die Kernfakten schon bekommen und kann sich Details und Hinweise mitnotieren, hat den Kopf aber noch soweit frei, dass man sich auch an Diskussionen beteiligen und vor allem mitdenken kann. Aber das liegt bei meinem Studium einfach in den Händen des Dozenten, also muss ich mich da wohl oder übel anpassen.

Zu Beginn kam wie üblich eine Vorstellungsrunde. Dieses Mal haben zwei der angemeldeten Teilnehmer gefehlt, also waren wir 11 Studenten (bei dieses Veranstaltung waren 13 statt der üblichen 12 Teilnehmer zugelassen). Einige bei der Veranstaltung kommen bereits aus dem Veranstaltungsbereich und andere hatten damit noch überhaupt nichts am Hut. Am meisten interessiert war ich natürlich an der Vorstellung von Herrn Terbrack. Der ist schon seit etwa 25 Jahren in der Kulturbranche und ist studierter Musikwissenschaftler. Früher hat er für das Kulturreferat gearbeitet und hatte dann eine eigene Konzert-/Bookingagentur. Heute ist er in der kommunalen Kulturarbeit beschäftigt, publiziert v.a. für den Raabe-Verlag und geht mehr und mehr dazu über zu unterrichten, bei Veranstaltungen wie dieser vom KMM-Institut, aber auch bei anderen Einrichtungen.

Nebenbei erwähnte Herr Terbrack, dass er vom KMM-Institut angefragt wurde, ob er einen Studienbrief zum Thema Veranstaltungsmanagement schreibt.
Vielleicht erinnert sich noch jemand: Prof. Dr. Loock hat mir vor ziemlich genau einem halben Jahr versichert, dass ein solcher Studienbrief bereits in Arbeit ist und voraussichtlich im Frühjahr 2009 erscheint. Haha.
Auf jeden Fall wäre jeder in diesem Raum begeistert, wenn Hr. Terbrack diesen Studienbrief verfassen würde, da er definitiv in Kontakt mit der Branche ist und sich sehr gut verständlich machen kann. Ich wäre ein absoluter Fan davon, gerade weil er auch Open-Air-Festivals veranstaltet. Das wäre natürlich toll, wenn das jemand macht, der aus dem U-Musik-Bereich kommt und kein eingefleischter Klassiker. Aber mal sehen. Es klang nicht danach, als wäre er entschlossen das zu machen.

Die Veranstaltung inhaltlich zu beschreiben, würde hier ein bisschen den Rahmen sprengen, deshalb liste ich einfach grob die Themen auf, um die es ging.
Künstlerrecherche, Wahl des Zeitpunktes für eine Veranstaltung, Veranstaltungsort, Vertragliche Vereinbarungen/Bühnenanweisung, Künstlerbetreuung/Catering/Backstage/Hotel, KSK (Künstlersozialkasse), GEMA, Promotion, Zeitplanung für Veranstaltungen, Versammlungsstättenverordnung, Veranstalterhaftpflichtversicherung, Umsatzsteuer, Ausländereinkommensteuer, Förderungen, Kalkulation von Veranstaltungen.
Das war es so im groben und ich muss wirklich sagen, dass man auch als Veranstalter, der bereits Events organisiert hat, einiges dazugelernt hat. Es kam der Veranstaltung auf jeden Fall zu gute, dass der Dozent selber so viel Erfahrung hat und so viele praxisrelevante Aspekte mit einbringen konnte.

Zum Ablauf der Veranstaltung: Am Vormittag (Veranstaltungsbeginn: 10 Uhr) wurde das Skript durchgearbeitet. Danach gab es eine Mittagspause, in der man irgendwo etwas essen gehen konnte. Dabei geben die Dozenten meist eine Empfehlung ab. Ich hab mich mit drei weiblichen Teilnehmern auf den Weg zum Essen gemacht. Wir ind in eine Crêperie gegangen und dort hat es so lange gedauert, dass wir nicht ganz pünktlich zurück waren. Wir hätten also doch lieber einen der empfohlenen Imbisse nehmen sollen. Am Nachmittag wurde dann gewählt, welche Themen noch tiefgehender besprochen werden sollen. Wie auch schon bei den letzten Malen ist es mir direkt nach der pause schwer gefallen sofort wieder voll dabei zu sein, aber Herr Terbrack hatte es einfach drauf, die Studenten für die Themen zu begeistern.

Insgesamt war es wirklich eine tolle Veranstaltung. Es wurde darüber gesprochen evtl. eine Anschlussveranstaltung beim KMM-Institut anzuregen, bei der konkrete Fallbeispiele bearbeitet werden. Nahezu alle Anwesenden wären wieder dabei. Der Dozent hat wirklich wunderbare Arbeit geleistet. Das habe ich auch im Evaluationsbogen geschrieben, den man zum Ende jeder Präsenzveranstaltung ausfüllen muss. Wirklich rundum gelungen.

Eigentlich bekommt man ja bei jeder Präsenzveranstaltung zum ABschluss die Tielnahmebescheinigung, aber weil beim KMM-Institut das Organisatorische nicht immer groß geschrieben wird, wurden die Teilnhamebescheinigungen nicht rechtzeitig an Herrn terbrack versandt. Aber die kriegen wir dann wohl irgendwann zu geschickt. Wie ich mittlerweile weiß, kann sowas ja immer ein bisschen dauern.

Finden Sie Minden!

So ich hab den Reisetag gut hinter mich gebracht. Das mit dem Internet hat nicht mehr geklappt im Zug. Dafür hab ich mir den Director’s Cut der Woodstock-Dokumentation auf Dvd angeschaut. Die hab ich vorsorglich mitgenommen, weil ich ja schon befürchtet hatte, dass ich im Zug kein Internet habe und somit nicht an meinen E-Mails arbeiten kann. Jedem der gerade gute drei Stunden Zeit hat und sich für Festivals interessiert, empfehle ich sich sofort diesen Film anzuschauen. Es ist wirklich unglaublich toll. Für alle die Ahnung von Veranstaltungssicherheit haben: Achtet mal auf das „Bühnendach“. Schön!

Ach und kennt jemand das Spiel „Finden sie Minden“? Da geht es darum, Städte/Orte/Sehenswürdigkeiten auf einer Deutschlandkarte (natürlich ohne Städte) möglichst genau zu orten. Ist eigentlich auch völlig egal. Ich wollte nur kurz Bescheid geben: Ich habe Minden (Westf) gefunden und somit gewonnen. Minden liegt nämlich auf der direkten Verbindungsstrecke zwischen Hannover und Osnabrück. Genau da bin ich heute durchgefahren und hab an der Haltestelle sogar ein Beweisfoto geschossen.

Nach 6 Stunden Fahrt in Osnabrück angekommen, habe ich ohne größere Probleme (nur anfänglich hatte ich Probleme mich zu orten und eine Frau hat mich genau in die falsche Richtung geschickt) mein Hotel gefunden. Es ist soweit ganz okay. Die Betten sind sehr durchgelegen und ein paar Metallfedern sind unangenehm spürbar. Sonst passt eigentlich alles, schön ist es halt nicht gerade. Er Fernseher im Zimmer ist, soweit ich mich erinnere, der kleinste, den ich je gesehen habe. Hier im Zimmer funktioniert diese W-Lan-Sache übrigens ausgezeichnet.

Nachdem ich mich im Internet ausführlich über das Osnabrücker Busnetz informiert habe, bin ich zur „Lagerhalle“, der Kultureinrichtung mit dem meiner Meinung nach besten Angebot in Osnabrück, gefahren, um einen Poetry-Slam zu besuchen. Dort gab’s dann auch die erste warme Mahlzeit des Tages. Zwei der Poeten waren wirklich ausgezeichnet und die Lagerhalle war bis unters Dach voll. Grob geschätzt waren sicher 300 Leute dort und ich musste mein Abendessen im Stehen an der Theke essen. War trotzdem gut. Zur Halbzeit bin ich dann gegangen, damit ich zeitig ins Bett komme. Vor der Heimfahrt habe ich noch kurz geschaut, wo genau das „Haus der Jugend“ ist, in dem meine Veranstaltung morgen stattfindet. Das ist nämlich direkt um die Ecke von der Lagerhalle.

Damit kann ich morgen gut vorbereitet zur Präsenzveranstaltung gehen.

Fast vergessen: An der Rezeption bzw. der Kneipentheke, die als solche fungiert, habe ich erfahren warum Osnabrück so ausgebucht ist für dieses Wochenende. Die Dame nahm nämlich an, dass ich auch am Kongress der Kindergarten-Erzieher (oder so was) teilnehme. Zwei Leute, die zeitgleich mit mir eingecheckt haben sind wohl dort und auch später im Bus habe ich lauter Leute mit solchen „Kindertage Osnabrück 2009“ gesehen.

Suchen - Verbindung aufbauen

Das mit dem Internet im Zug ist irgendwie doch nicht so einfach, wie ich gehofft habe. Nachdem ich mich gestern hab aufklären lassen, dass es bisher nur fünf oder sechs ICE-Strecken gibt, die W-Lan haben, und das dann 8€ pro Stunde kostet, habe ich die Hoffnung auf eine produktive Fahrt mit Internetzugang schon fast aufgegeben. Aber der Dani hat mir seinen Router und eine Sim-Karte mit Internet-Flatrate mitgegeben. Damit könnte ich jetzt eigentlich an allen Plätzen, an denen ich eine Steckdose für den Router habe, ein W-Lan aufbauen. Allerdings funktioniert das bisher irgendwie noch nicht und ich probier’s jetzt mittlerweile schon fast seit einer Stunde. Der Router zeigt im Wechsel „Suchen“ und „Verbindung aufbauen“ an. Das hatte der Dani vorher schon befürchtet. Also bin ich wohl doch nicht online im Zug. Macht aber nichts. Zumindest hab ich meinen Laptop dabei. Komme so mal wieder zum Bloggen und werde die Artikel wie gewohnt nachdatieren. So ist das eben mit Zugfahrten.

Übrigens habe ich vorhin meine gesamte heiße Schokolade, die ich mir am Hauptbahnhof gekauft habe über den Tisch gekippt, so viel zur angenehmen Zugfahrt. Aber wenigstens habe ich einen Sitzplatz mit Tisch in einem 6er-Abteil, in dem außer mir nur zwei Leute sitzen. Die verhalten sich sehr ruhig, außer dass die ältere Dame einen ziemlich penetranten Husten hat und dieser Mann schon zweimal probiert hat Handy-Gespräche zu führen, die sich wichtig anhören, es aber offensichtlicher Weise nicht waren. Dieses Mal habe ich aber keine Vorlese-Mutter in meiner Nähe. Das gefällt mir.

Eine Reise nach Osnabrück

Ich bin gerade im Zug unterwegs von München nach Osnabrück. Dort findet morgen meine dritte Präsenzveranstaltung des Studiums statt. Der Titel der Veranstaltung lautet „Planung und Durchführung von Kulturveranstaltungen“. Der Dozent ist Klaus Terbrack. Mal sehen, ob diese Veranstaltung mich ein Stück weiterbringt auf meinem Weg zum Kulturmanager.

Da ich ja den Dani als mein 24-Stunden-Supportteam habe, kann ich euch jetzt direkt aus dem Zug schreiben. Ich habe hier mein eigenes W-Lan. Naja, bis jetzt noch nicht. Aber das wird schon noch funktionieren.

Ich bin schon sehr gespannt auf die Veranstaltung. Vor allem nachdem die letzte ziemlich unstrukturiert war und ich danach nicht das Gefühl hatte, etwas dazugelernt zu haben. Beim Thema Veranstaltungsorganisation kenne ich mich ja schon ein bisschen aus, deswegen hätte ich gern eine etwas anspruchsvollere Veranstaltung, als die über die GEMA bzw. Musik in Wirschaft und Recht war. Aber da muss ich wohl erstmal abwarten. Auch welche Leute zu der Veranstaltung kommen ist immer spannend. Im KMM-Portal kann man das zwar nachschauen, aber kennen tut man die Namen ja doch nicht. Außer eine junge Frau, die ich schon in München kennen gelernt habe, sind es zehn vollkommen neue Leute.

Dieses Mal hab ich zum Glück daran gedacht mir vor dem Losfahren die Wegbeschreibung zum Hotel bei GoogleMaps auszudrucken. Das war ja letztes Mal in Bocholt ein totales Chaos bis ich das Hotel gefunden habe. Dafür habe ich die Veranstaltungstipps, die ich mir für heute und morgen Abend aus dem Internet gesucht habe zu hause liegen gelassen. Aber die Sachen, die mich tatsächlich interessieren, wie der Poetry-Slam heute Abend (oder war es morgen?), hab ich eh noch grob im Kopf. Außerdem könnte ich wieder ins Kino gehen, das war letztes Mal ganz schön. Man geht sonst irgendwie nie allein ins Kino. Aber vielleicht sollte ich mir lieber Osnabrück anschauen. Man wird sehen.