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Unter Veranstaltern - Präsenzveranstaltung “Planung und Durchführung von Kulturveranstaltungen” in Osnabrück

Nachdem ich mir ein kurzes Frühstück in meinem Hotel gegönnt habe und mir beim Penny gegenüber noch etwas zum Trinken für den Tag besorgt habe, ging’s mit dem Bus auf zum Haus der Jugend. Den weg kannte ich ja zum Glück schon vom Vorabend.

Dort angekommen, waren schon die ersten Teilnehmer und der Dozent da. Klaus Terbrack (der Dozent) hat alle sehr herzlich begrüßt und man fühlte sich gleich willkommen. Zum Glück war die Sache nicht so steif, wie bei “Musik in Wirtschaft und Recht”. Herr Terbrack ist ein relativ junger Dozent, ich würde ihn so auf Mitte 40 tippen, und sehr sympathisch. Von den anderen Studenten kannte ich dieses Mal schon jemand. Editha hatte ich bereits bei “Musik in Wirtschaft und Recht” in München getroffen und wir verstehen uns ganz gut. Ansonst war es wieder bunt gemischt, allerdings wieder nicht von meinem Alter beginnend, sondern etwas darüber.

Der Raum der Veranstaltung ist dieses Mal auch wieder ganz in Ordnung. Zwar waren nebenan Gruppen, die hin und wieder ein bisschen lauter waren, aber das hielt sich soweit in Grenzen. Außerdem gab es Probleme mit dem Beamer-Anschluss, da Herr Terbrack ein fremdes MacBook dabei hatte und da die Anschlüsse anders sind, als bei seinem. Der Running-Gag der Veranstaltung war also ein Herr, der anscheinend im Haus arbeitet, der alle 30-60 Minuten mit einem neuen Kabel herein kam, dass er gerade gekauft hat. Keines von denen hat jedoch gepasst, also mussten wir ohne die Präsentation auskommen.

Das war in diesem fall allerdings gar nicht so schlimm, da es zur Veranstaltung ein sinnvolles Skript gab. Das fehlen eines solchen habe ich ja bei der letzten Veranstaltung explizit bemängelt. Ich verstehe bis heute nicht, wie man den Leuten zuhören soll, wenn man komplett damit beschäftigt ist, jedes Detail aus dem Vortrag zu Papier zu bringen. Deshalb bin ich ein Fan von Skripten für die Studenten, da hat man die Kernfakten schon bekommen und kann sich Details und Hinweise mitnotieren, hat den Kopf aber noch soweit frei, dass man sich auch an Diskussionen beteiligen und vor allem mitdenken kann. Aber das liegt bei meinem Studium einfach in den Händen des Dozenten, also muss ich mich da wohl oder übel anpassen.

Zu Beginn kam wie üblich eine Vorstellungsrunde. Dieses Mal haben zwei der angemeldeten Teilnehmer gefehlt, also waren wir 11 Studenten (bei dieses Veranstaltung waren 13 statt der üblichen 12 Teilnehmer zugelassen). Einige bei der Veranstaltung kommen bereits aus dem Veranstaltungsbereich und andere hatten damit noch überhaupt nichts am Hut. Am meisten interessiert war ich natürlich an der Vorstellung von Herrn Terbrack. Der ist schon seit etwa 25 Jahren in der Kulturbranche und ist studierter Musikwissenschaftler. Früher hat er für das Kulturreferat gearbeitet und hatte dann eine eigene Konzert-/Bookingagentur. Heute ist er in der kommunalen Kulturarbeit beschäftigt, publiziert v.a. für den Raabe-Verlag und geht mehr und mehr dazu über zu unterrichten, bei Veranstaltungen wie dieser vom KMM-Institut, aber auch bei anderen Einrichtungen.

Nebenbei erwähnte Herr Terbrack, dass er vom KMM-Institut angefragt wurde, ob er einen Studienbrief zum Thema Veranstaltungsmanagement schreibt.
Vielleicht erinnert sich noch jemand: Prof. Dr. Loock hat mir vor ziemlich genau einem halben Jahr versichert, dass ein solcher Studienbrief bereits in Arbeit ist und voraussichtlich im Frühjahr 2009 erscheint. Haha.
Auf jeden Fall wäre jeder in diesem Raum begeistert, wenn Hr. Terbrack diesen Studienbrief verfassen würde, da er definitiv in Kontakt mit der Branche ist und sich sehr gut verständlich machen kann. Ich wäre ein absoluter Fan davon, gerade weil er auch Open-Air-Festivals veranstaltet. Das wäre natürlich toll, wenn das jemand macht, der aus dem U-Musik-Bereich kommt und kein eingefleischter Klassiker. Aber mal sehen. Es klang nicht danach, als wäre er entschlossen das zu machen.

Die Veranstaltung inhaltlich zu beschreiben, würde hier ein bisschen den Rahmen sprengen, deshalb liste ich einfach grob die Themen auf, um die es ging.
Künstlerrecherche, Wahl des Zeitpunktes für eine Veranstaltung, Veranstaltungsort, Vertragliche Vereinbarungen/Bühnenanweisung, Künstlerbetreuung/Catering/Backstage/Hotel, KSK (Künstlersozialkasse), GEMA, Promotion, Zeitplanung für Veranstaltungen, Versammlungsstättenverordnung, Veranstalterhaftpflichtversicherung, Umsatzsteuer, Ausländereinkommensteuer, Förderungen, Kalkulation von Veranstaltungen.
Das war es so im groben und ich muss wirklich sagen, dass man auch als Veranstalter, der bereits Events organisiert hat, einiges dazugelernt hat. Es kam der Veranstaltung auf jeden Fall zu gute, dass der Dozent selber so viel Erfahrung hat und so viele praxisrelevante Aspekte mit einbringen konnte.

Zum Ablauf der Veranstaltung: Am Vormittag (Veranstaltungsbeginn: 10 Uhr) wurde das Skript durchgearbeitet. Danach gab es eine Mittagspause, in der man irgendwo etwas essen gehen konnte. Dabei geben die Dozenten meist eine Empfehlung ab. Ich hab mich mit drei weiblichen Teilnehmern auf den Weg zum Essen gemacht. Wir ind in eine Crêperie gegangen und dort hat es so lange gedauert, dass wir nicht ganz pünktlich zurück waren. Wir hätten also doch lieber einen der empfohlenen Imbisse nehmen sollen. Am Nachmittag wurde dann gewählt, welche Themen noch tiefgehender besprochen werden sollen. Wie auch schon bei den letzten Malen ist es mir direkt nach der pause schwer gefallen sofort wieder voll dabei zu sein, aber Herr Terbrack hatte es einfach drauf, die Studenten für die Themen zu begeistern.

Insgesamt war es wirklich eine tolle Veranstaltung. Es wurde darüber gesprochen evtl. eine Anschlussveranstaltung beim KMM-Institut anzuregen, bei der konkrete Fallbeispiele bearbeitet werden. Nahezu alle Anwesenden wären wieder dabei. Der Dozent hat wirklich wunderbare Arbeit geleistet. Das habe ich auch im Evaluationsbogen geschrieben, den man zum Ende jeder Präsenzveranstaltung ausfüllen muss. Wirklich rundum gelungen.

Eigentlich bekommt man ja bei jeder Präsenzveranstaltung zum ABschluss die Tielnahmebescheinigung, aber weil beim KMM-Institut das Organisatorische nicht immer groß geschrieben wird, wurden die Teilnhamebescheinigungen nicht rechtzeitig an Herrn terbrack versandt. Aber die kriegen wir dann wohl irgendwann zu geschickt. Wie ich mittlerweile weiß, kann sowas ja immer ein bisschen dauern.

Finden Sie Minden!

So ich hab den Reisetag gut hinter mich gebracht. Das mit dem Internet hat nicht mehr geklappt im Zug. Dafür hab ich mir den Director’s Cut der Woodstock-Dokumentation auf Dvd angeschaut. Die hab ich vorsorglich mitgenommen, weil ich ja schon befürchtet hatte, dass ich im Zug kein Internet habe und somit nicht an meinen E-Mails arbeiten kann. Jedem der gerade gute drei Stunden Zeit hat und sich für Festivals interessiert, empfehle ich sich sofort diesen Film anzuschauen. Es ist wirklich unglaublich toll. Für alle die Ahnung von Veranstaltungssicherheit haben: Achtet mal auf das „Bühnendach“. Schön!

Ach und kennt jemand das Spiel „Finden sie Minden“? Da geht es darum, Städte/Orte/Sehenswürdigkeiten auf einer Deutschlandkarte (natürlich ohne Städte) möglichst genau zu orten. Ist eigentlich auch völlig egal. Ich wollte nur kurz Bescheid geben: Ich habe Minden (Westf) gefunden und somit gewonnen. Minden liegt nämlich auf der direkten Verbindungsstrecke zwischen Hannover und Osnabrück. Genau da bin ich heute durchgefahren und hab an der Haltestelle sogar ein Beweisfoto geschossen.

Nach 6 Stunden Fahrt in Osnabrück angekommen, habe ich ohne größere Probleme (nur anfänglich hatte ich Probleme mich zu orten und eine Frau hat mich genau in die falsche Richtung geschickt) mein Hotel gefunden. Es ist soweit ganz okay. Die Betten sind sehr durchgelegen und ein paar Metallfedern sind unangenehm spürbar. Sonst passt eigentlich alles, schön ist es halt nicht gerade. Er Fernseher im Zimmer ist, soweit ich mich erinnere, der kleinste, den ich je gesehen habe. Hier im Zimmer funktioniert diese W-Lan-Sache übrigens ausgezeichnet.

Nachdem ich mich im Internet ausführlich über das Osnabrücker Busnetz informiert habe, bin ich zur „Lagerhalle“, der Kultureinrichtung mit dem meiner Meinung nach besten Angebot in Osnabrück, gefahren, um einen Poetry-Slam zu besuchen. Dort gab’s dann auch die erste warme Mahlzeit des Tages. Zwei der Poeten waren wirklich ausgezeichnet und die Lagerhalle war bis unters Dach voll. Grob geschätzt waren sicher 300 Leute dort und ich musste mein Abendessen im Stehen an der Theke essen. War trotzdem gut. Zur Halbzeit bin ich dann gegangen, damit ich zeitig ins Bett komme. Vor der Heimfahrt habe ich noch kurz geschaut, wo genau das „Haus der Jugend“ ist, in dem meine Veranstaltung morgen stattfindet. Das ist nämlich direkt um die Ecke von der Lagerhalle.

Damit kann ich morgen gut vorbereitet zur Präsenzveranstaltung gehen.

Fast vergessen: An der Rezeption bzw. der Kneipentheke, die als solche fungiert, habe ich erfahren warum Osnabrück so ausgebucht ist für dieses Wochenende. Die Dame nahm nämlich an, dass ich auch am Kongress der Kindergarten-Erzieher (oder so was) teilnehme. Zwei Leute, die zeitgleich mit mir eingecheckt haben sind wohl dort und auch später im Bus habe ich lauter Leute mit solchen „Kindertage Osnabrück 2009“ gesehen.

Suchen - Verbindung aufbauen

Das mit dem Internet im Zug ist irgendwie doch nicht so einfach, wie ich gehofft habe. Nachdem ich mich gestern hab aufklären lassen, dass es bisher nur fünf oder sechs ICE-Strecken gibt, die W-Lan haben, und das dann 8€ pro Stunde kostet, habe ich die Hoffnung auf eine produktive Fahrt mit Internetzugang schon fast aufgegeben. Aber der Dani hat mir seinen Router und eine Sim-Karte mit Internet-Flatrate mitgegeben. Damit könnte ich jetzt eigentlich an allen Plätzen, an denen ich eine Steckdose für den Router habe, ein W-Lan aufbauen. Allerdings funktioniert das bisher irgendwie noch nicht und ich probier’s jetzt mittlerweile schon fast seit einer Stunde. Der Router zeigt im Wechsel „Suchen“ und „Verbindung aufbauen“ an. Das hatte der Dani vorher schon befürchtet. Also bin ich wohl doch nicht online im Zug. Macht aber nichts. Zumindest hab ich meinen Laptop dabei. Komme so mal wieder zum Bloggen und werde die Artikel wie gewohnt nachdatieren. So ist das eben mit Zugfahrten.

Übrigens habe ich vorhin meine gesamte heiße Schokolade, die ich mir am Hauptbahnhof gekauft habe über den Tisch gekippt, so viel zur angenehmen Zugfahrt. Aber wenigstens habe ich einen Sitzplatz mit Tisch in einem 6er-Abteil, in dem außer mir nur zwei Leute sitzen. Die verhalten sich sehr ruhig, außer dass die ältere Dame einen ziemlich penetranten Husten hat und dieser Mann schon zweimal probiert hat Handy-Gespräche zu führen, die sich wichtig anhören, es aber offensichtlicher Weise nicht waren. Dieses Mal habe ich aber keine Vorlese-Mutter in meiner Nähe. Das gefällt mir.

Eine Reise nach Osnabrück

Ich bin gerade im Zug unterwegs von München nach Osnabrück. Dort findet morgen meine dritte Präsenzveranstaltung des Studiums statt. Der Titel der Veranstaltung lautet „Planung und Durchführung von Kulturveranstaltungen“. Der Dozent ist Klaus Terbrack. Mal sehen, ob diese Veranstaltung mich ein Stück weiterbringt auf meinem Weg zum Kulturmanager.

Da ich ja den Dani als mein 24-Stunden-Supportteam habe, kann ich euch jetzt direkt aus dem Zug schreiben. Ich habe hier mein eigenes W-Lan. Naja, bis jetzt noch nicht. Aber das wird schon noch funktionieren.

Ich bin schon sehr gespannt auf die Veranstaltung. Vor allem nachdem die letzte ziemlich unstrukturiert war und ich danach nicht das Gefühl hatte, etwas dazugelernt zu haben. Beim Thema Veranstaltungsorganisation kenne ich mich ja schon ein bisschen aus, deswegen hätte ich gern eine etwas anspruchsvollere Veranstaltung, als die über die GEMA bzw. Musik in Wirschaft und Recht war. Aber da muss ich wohl erstmal abwarten. Auch welche Leute zu der Veranstaltung kommen ist immer spannend. Im KMM-Portal kann man das zwar nachschauen, aber kennen tut man die Namen ja doch nicht. Außer eine junge Frau, die ich schon in München kennen gelernt habe, sind es zehn vollkommen neue Leute.

Dieses Mal hab ich zum Glück daran gedacht mir vor dem Losfahren die Wegbeschreibung zum Hotel bei GoogleMaps auszudrucken. Das war ja letztes Mal in Bocholt ein totales Chaos bis ich das Hotel gefunden habe. Dafür habe ich die Veranstaltungstipps, die ich mir für heute und morgen Abend aus dem Internet gesucht habe zu hause liegen gelassen. Aber die Sachen, die mich tatsächlich interessieren, wie der Poetry-Slam heute Abend (oder war es morgen?), hab ich eh noch grob im Kopf. Außerdem könnte ich wieder ins Kino gehen, das war letztes Mal ganz schön. Man geht sonst irgendwie nie allein ins Kino. Aber vielleicht sollte ich mir lieber Osnabrück anschauen. Man wird sehen.

Endlich die erste Rückmeldung

Heute hat mir Herr Prof. Dr. Loock endlich geschrieben und zwar über das KMM-Portal. Es sieht also so aus, als wäre er über diesen Weg besser erreichbar, als per E-Mail. Allerdings hat er mir nur geschrieben, dass er eigentlich dachte, er hätte mir schon eine Rückmeldung gegeben und dass er sich, wenn ich ihm meine Vorschläge schicke, sobald wie möglich um die Sache kümmert. Also leite ich ihm einfach nochmal die E-Mail mit meinen gewünschten Schwerpunktthemen weiter.

Ich bin also nicht sonderlich weitergekommen. Aber immerhin hat er mir zugesagt, dass ich gerne eine Hausarbeit zu dieser Veranstaltung schreiben kann. Das ist ja auch schon mal was. Hoffentlich kriege ich dann auch bald ein Thema.

Hallo? Ist da wer?

Bisher habe ich noch keine Antwort auf meine Anfrage bezüglich einer Hausarbeit zur Präsenzveranstaltung „KMM Kompakt“ bekommen. Das nervt mich schon ein bisschen, weil es ja extra hieß, dass man sich innerhalb der nächsten 14 Tage zur Absprache melden muss. Das habe ich ja auch gemacht, aber ich dachte schon, dass man dann auch relativ zeitnah eine Antwort erwarten kann. Auch ein Anruf beim Institut über die Nummer, die für den Leiter der Hochschule (den Dozenten dieser Veranstaltung) angegeben ist, hat nichts gebracht.

Auf jeden Fall habe ich jetzt eine Nachfrage an Herrn Prof. Dr. Loock geschickt und das sowohl per E-Mail aus auch über das neu eingerichtete KMM-Portal. Nun muss ich abwarten, ob sich endlich was tut und ich mich bald an meine erste Hausarbeit machen kann.

Veranstaltungen buchen ist gar nicht so leicht

Nachdem die ganzen Anmeldungen für die Präsenzveranstaltungen jetzt über das KMM-Portal laufen, hab ich mich dort umgeschaut, zu welcher Veranstaltung ich mich als nächstes anmelde. Zum Glück hab ich mal eine gefunden, die in München stattfindet. So muss nicht extra irgendwo hinfahren und die Übernachtungen zahlen. Die Veranstaltung „Marketing-Management in Kultur und Medien“ wird, wie meine Einführungsveranstaltung von Herrn Prof. Dr. Loock gehalten. Termin dafür ist der 13. Dezember. Also bin ich mit der Anmeldung noch nicht mal spät dran. Aber nein, als ich probiere mich anzumelden: Veranstaltung bereits ausgebucht. Na toll, also doch zu spät dran.

Dann hab ich noch eine andere Veranstaltung gefunden, die mich interessieren würde. Die Anmeldefrist läuft morgen ab, also schnell anmelden. Das erste Mal über dieses neue Portal. Und prompt klappt es nicht. Der Titel lautet „Kommunikation“ bei Herrn Esser und die Veranstaltung findet am 29. November in Berlin statt.

Nachdem die ganze Sache mit dem Portal nicht funktioniert und man sich auch dort für ausgebuchte Veranstaltungen nicht auf die Warteliste setzen lassen kann, schicke ich Frau Horbach, die für de Präsenzveranstaltungen zuständig ist, eine E-Mail. Allerdings hat sie mir direkt zurück geschrieben, dass beide(!) Präsenzveranstaltungen bereits ausgebucht sind und es bei der einen nur fehlerhafter Weise nicht angezeigt wird.

Damit werde ich in diesem Jahr wohl keine Präsenzveranstaltung mehr besuchen. Das war so irgendwie nicht geplant, aber was soll’s. Lieber warte ich auf die Veranstaltung nächstes Jahr, als irgendwas zu besuchen, das mich überhaupt nicht interessiert. Somit merke ich mir für die Zukunft: Bei Veranstaltungen, die ich besuchen möchte, möglichst schnell zuschlagen und nicht erst kurz vor Anmeldeschluss buchen, denn dann ist nichts mehr frei.

Hausarbeits-Anfrage

Ich hab jetzt über eine Woche hin und her überlegt, ob ich über meine erste Präsenzveranstaltung („KMM Kompakt“ in Bocholt) gleich eine Hausarbeit schreiben soll. Nachdem es ja eher ein Einführungsveranstaltung war, gibt es für mich bisher noch kein Thema, dass sich so direkt anbietet. Aber Hr. Prof. Dr. Loock hat ja gesagt, man könne sich auch von ihm Themen vorschlagen lassen. Und genau das mache ich jetzt auch.

Gegen Mittag hab ich ihm eine E-Mail geschickt mit der Bitte um Themenvorschläge. Als Themen, die mich interessieren würden habe angeführt:

  • Bürgerschaftliches Engagement
  • Marktforschung
  • Zielgruppen und Zielpersonen
  • Kundenzufriedenheit / Blue-Print-Methode
  • Gemeinnützigkeit / gemeinnützige Vereine
  • e.V. allgemein
  • Stiftungen

Ich bin mal gespannt, was er mir dann für Hausarbeits-Themen vorschlägt. An sich freue ich mich schon richtig darauf meine erste Hausarbeit zu schreiben. Das mit der Facharbeit hat mir ja an sich auch Spaß gemacht. Ich muss nur aufpassen, dass ich die Sache nicht zu lange vor mir herschiebe. Aber jetzt heißt es erstmal warten auf die Themenvorschläge.

Präsenzveranstaltung „KMM Kompakt“ in Bocholt

Nach meinem Frühstück im Hotel, ging’s gleich los Richtung Industriestraße. Die Straße geht direkt vom Bocholter Bahnhof ab und nachdem ich mittlerweile einen Stadtplan hatte, hab ich den auch wieder gefunden. Von dort aus bin ich zur Industriestraße Nummer 1, die nicht (wie Google Maps behauptet) auf der rechten Straßenseite zu finden ist (die hab ich etwa 100m abgesucht, bis ich die erste Nummer gefunden hab), sondern sich auf der linken Seite befindet.

Dort traf ich den ersten Teilnehmer der Veranstaltung, bei dem ich mir zuerst nicht sicher war, ob er vielleicht der Dozent ist. Wir haben vor der Tür eine geraucht, er war so ungefähr um die 40. Das hat mich schon etwas gewundert, aber egal. War zumindest ein ganz netter Mensch, ein bisschen verplant und mit ner zerstreuten Frisur.
Dann ging’s ab nach drinnen. Ich wusste ja schon, dass die Veranstaltung in den Räumen einer Firma stattfinden wird. Es handelt sich um die Firma Herding, die mir bis dahin gar nichts gesagt hat. Man musste einer Beschilderung durch’s halbe Gebäude folgen, um dann in einen großen Ausstellungsraum zu kommen. An der Stirnseite des Raumes stand ein großer Konferenztisch und es saßen schon ein paar Leute dran. An den Seiten des Raumes standen jeweils 5 Betten. Häh? Betten? Ja, richtig. Da standen Betten mit verschiedenen Kinder-Bettwäschen rum. Das war doch n bisschen merkwürdig, aber bitte. Is mal was anderes.

Am Konferenztisch saßen schon ein paar Leute, der Dozent war noch nicht da. Ein paar haben sich unterhalten und es wurde ne Runde gemacht, wo man denn so herkommt und bla bla. Insgesamt sind 12 Studenten bei der Veranstaltung. Zu meiner Überraschung waren die ganzen anderen Studenten wesentlich älter als ich. Meiner Schätzung nach war die jüngste etwa 26 Jahre alt und der Rest hauptsächlich Anfang/Mitte 30. Eine Frau sticht noch mehr heraus: Ich hab sie so auf Ende 40/Anfang 50 geschätzt. Ehrlich gesagt habe ich ja schon erwartet, dass zumindest ein oder zwei Leute dabei sind, die so grob in meiner Altersklasse sind.

Dann kam (exakt pünktlich) Prof. Dr. Loock. Er wirkt von Anfang an sehr sympathisch und offen. Zuerst hat er erzählt, warum wir in diesem Raum mit Betten rumsitzen: Er ist der Inhaber der Firma Herding, ein Familienunternehmen, dass ganz vorne mitspielt in der Textilindustrie. Auf jeden Fall kommt Hr. Prof. Dr. Loock aus Bocholt. Er hat ein bisschen was über die Stadt erzählt, die ja genau an der holländischen Grenze liegt. Früher war Bocholt ein beliebtes Reiseziel für Gelegenheitskiffer, die sich über die „grüne Grenze“ nach Holland aufgemacht haben.

Danach ging’s weiter mit einer Vorstellungsrunde. Die Leute sollten sich kurz vorstellen, warum sie dieses Studium machen und so. Da merkt man dann wer ein gesteigertes Mitteilungsbedürfnis hat. Es war wirklich krass, von was manche Leute denken, dass es die anderen interessieren könnte. Nach zwei oder drei Leuten fing ich an mich zu fühlen wie in einer Selbsthilfegruppe. Ein grober Auszug eines Teilnehmers: „Erst hab ich Jura studiert, das hab ich aber nicht ganz geschafft. Danach hab ich dann BWL gemacht, da hab ich aber dann nach ein paar Jahren gemerkt, dass es mir doch nicht so gefällt. Dann hab ich …“ Wie ja allein das Alter der Leute verrät, ist es eben bei den meisten nicht die erste Ausbildung, die sie machen.

Einige kommen vom Theater (Schauspiel oder Regie) und erzählen, dass sie das Studium machen, weil sie finden dass in ihren Theatern einiges nicht so toll läuft. Aus der Konzertrichtung kommt keiner. Naja, einer ist ausgebildeter Kirchenmusiker, aber das hat mit Veranstaltungsmanagement ja auch nicht so viel zu tun. Die ältere Frau ist Bibliothekarin und findet, dass sich das Studium in ihren Bewerbungsunterlagen gut machen würde, weil sie seit längerem nirgends genommen wurde.

Ein Unterschied zwischen den verschiedenen anwesenden ist ja, dass wir verschiedene Studienabschlüsse im selben Fachgebiet anstreben. Als Kultur- und Medienmanagement-Fernstudienarten bietet das Institut KMM folgende Abschlüsse an:
-    Bachelor (grundständiges Studium, Erststudium)
-    Diplom (Aufbaustudium, weiterbildendes Studium)
-    Zertifikat (Kurzstudium, nur einzelne Elemente ohne staatlichen Abschluss)

Bei der Veranstaltung waren nur wenige dabei, die wie ich das Bachelor-Studium machen. Das fand ich ziemlich schade, weil ich ja gehofft habe, dass ich mit irgendjemand Kontakte knüpfen kann, der dasselbe macht wie ich.

Zu Beginn des inhaltlichen Teils mussten alle einzeln einen 10-Fragen-Test ausfüllen. Dafür hatte man 20 Minuten Zeit.
Es kamen Fragen wie: Definieren Sie „Kultur“. Erklären Sie den Begriff „Marketing“. Wie nennt man die Ressortchefs der Kulturpolitik in den Bundesländern?
Eigentlich sollte man das ja alles ziemlich leicht beantworten können, aber einpaar Sachen fand ich trotzdem schwierig. Zum Glück diente der Test nur zur anschließenden Diskussion z.B. über den Kultur-Begriff.

Die Veranstaltung wurde insgesamt gegliedert in die Bereiche „Betrieb - Organisation- Management“, „Gesellschaft und Politik“, „Kultur- und Medienfinanzierung“ und „Kultur- und  Medienmarketing“. Wir hatten eine Art Skript, wobei es eher eine ausgedruckte PowerPoint-Präsentation war, um allem zu folgen. Außerdem hab ich natürlich mitgeschrieben. Im Laufe der Veranstaltung haben wir noch ne Menge Material mitbekommen z.B. über das Neue Steuerungsmodell in öffentlich-rechtlichen Kultureinrichtungen (hatte ich noch nie was von gehört).

Da man ja zu einer bestimmten Anzahl von Präsenzveranstaltungen Hausarbeiten verfassen muss (im 1.Semester: zu 2 von insgesamt 3), wurde zum Schluss darauf hingewiesen, dass man auch zu dieser Veranstaltung eine Hausarbeit anfertigen kann. Da es sich ja um eine recht allgemein gehaltene Veranstaltung handelt, kann man sich das Themengebiet aussuchen. Um eine Hausarbeit anzufertigen muss man sich innerhalb von 14 Tagen bei Hr. Loock melden und ein dahingehendes Interesse bekunden. Man kann eigene Themenvorschläge einreichen oder sich Themen vorschlagen lassen. Ich denke darüber nach eine Hausarbeit zu dieser Veranstaltung zu schreiben.

Alles in allem war die Veranstaltung ganz interessant. Zu Mittag war ich mit drei anderen Studenten beim Essen. Dort haben sie dann aber über ihre Kinder und solche Sachen geredet, da musste ich doch feststellen, dass wir nicht besonders viel gemeinsam haben. Ich hab auch im Endeffekt mit niemandem Adressdaten oder so ausgetauscht, aber ich hätte wohl auch mit niemandem ernsthaft Kontakt gehalten.
Ich hatte ja gehofft, dass nach der Veranstaltung (Ende war so um 18 Uhr) noch was unternommen wird, wie zusammen essen gehen, aber es sind eigentlich alle gleich gefahren, als es zu Ende war.

Nach der Veranstaltung hatte ich dann noch die Möglichkeit mir mit Hr. Prof. Dr. Loock zu unterhalten. Ich habe mich erkundigt, ob es in Zukunft noch mehr Angebote für die Bereiche „Musik“ und „Veranstaltungen“ geben wird, da das ja mögliche Schwerpunktthemen des Studiengangs sind und es dazu noch keine konkreten Studienbriefe gibt, sondern bisher nur Präsenzveranstaltungen. Er hat mir darauf versichert, dass sie gerade daran sind das Angebot in diesem Bereich auszubauen und ich im Laufe des nächsten Semesters damit rechnen kann, dass neue Studienbriefe erscheinen werden. Das ist auf jeden Fall eine erfreuliche Nachricht, da ich gerne mehr in diesem konkreten Bereich lernen würde.

Reiseplanung

Vormittags wollte ich mich um die Reisevorbereitungen für meinen Trip nach Bocholt zur ersten Präsenzveranstaltung machen. Aber das ist alles gar nicht so einfach. Mein geplanter Abstecher zum Rock- und Pop-Museum nach Gronau gestaltet sich nämlich schwieriger als ich dachte. Man braucht von Bocholt bis zur Haltestelle Epe, in deren Nähe sich das Museum befindet, mit dem Bus gute 2 Stunden. Da meine Veranstaltung bis 17.30 Uhr geht. Würde ich so erst um 20 Uhr ankommen und das Museum, dass Freitags extra lang auf hat, macht um 22 Uhr zu. Also lohnt es sich nicht am Freitagabend kurz nach Gronau und zurück zu fahren.

Hm, nachdem ich am Freitag ja auch nicht nach München zurückkomme, könnte ich vielleicht nach Gronau fahren, da übernachten und am Samstag ins Museum gehen. Es gibt zumindest ein Hotel in Gronau direkt am Bahnhof, das halbwegs ordentlich aussieht und 35€ die Nacht kostet. Darunter komm ich auch in Bocholt nirgends unter. Mein Hotel für Bocholt hab ich übrigens schon ausgesucht: das Gasthaus Potpurri. Nur 15 Minuten von meinem Veranstaltungsort weg.

Morgen entscheide ich wann ich wohin fahr und werde alles buchen.