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Bestätigung des Studienplatzes

Ich habe heute Vormittag direkt bestätigt, dass ich den Studienplatz annehme. Die Antwort kam sehr schnell. Darin steht, dass ich mein Immatrikulationsschreiben im September bekommen werde. Es ist aber doch schon September. Anscheinend wollen sie sich da noch nicht so festlegen, wann ich diesen Brief bekomme. Aber egal. Immerhin hab ich meine Zusage ja auch nach zwei Wochen und nicht wie angekündigt nach 4-6 bekommen. Außerdem bekomme ich dann noch meine Startunterlagen zugeschickt. Hm, Startunterlagen. Also geht’s dann wohl los, wenn ich die bekomme.

In der E-Mail stehen am Ende noch die Zugangsdaten für das Internetportal, wo man die Studienbriefe bestellen kann und man die angebotenen Präsenzveranstaltungen sehen kann. Da soll ich mich dann schon mal umschauen.

Bald geht es also richtig los mit meinem Kultur- und Medienmanagement-Studium. Ich bin schon sehr gespannt wie viel Stoff da im ersten Semester so auf mich zukommt. Aber das krieg ich dann schon raus.

Nachriten aus Hamburg

Heute, drei Wochen nachdem ich meine Bewerbung abgeschickt habe, kommt die E-Meil vom Institut KMM, auf die ich schon die ganze Zeit warte:

Hallo,

Heute kann ich Ihnen die erfeuliche Mitteilung machen, dass sich die Prüfungskommission nach der Prüfung Ihrer Unterlagen für Ihre Zulassung zum Bachelor-Fernstudium Kultur- und Medienmanagement
zum Wintersemester 2008 / 2009 ausgesprochen hat.
Um Sie ordnungsgemäß immatrikulieren zu können, benötigen wir von Ihnen die Zusage, dass Sie den Studienplatz annehmen.

Bitte schicken Sie mir kurz als Antwort auf diese E-Mail Ihre Zusage.
Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Jens Klopp

Ja ausgezeichnet. Das warten hat sich gelohnt und ich habe einen Studienplatz. Ich freue mich unheimlich und kann gar nicht erwarten es allen zu erzählen.

Urlaub und diese elende Warterei

Also erstmal kam der Urlaub. Ein ausgezeichneter Urlaub übrigens. Wer sich selber überzeugen möchte kann gern mal auf dem eigens eingerichteten Blog für unsere Hongkong-Reise vorbeischauen. www.hongkongbarefoot.com

Nach meiner Rückkehr zehn Tage später war ich natürlich sehr gespannt, ob schon eine Nachricht von den KMM-Leuten gekommen war. Als ich mich telefonisch bei Herrn Klopp informiert habe, wie lang das denn so dauert, bekam ich die Auskunft, dass normalerweise etwa sechs Wochen für die Benachrichtigung angesetzt seinen, aber man für gewöhnlich nach ein bis zwei Wochen Bescheid bekomme. Also wäre es ja schon möglich gewesen, dass am 21. August schon was bekomme.

Allerdings war dem nicht so. Lediglich eine E-Mail hatte mir Frau Horbach von der Hochschule am 18. August geschickt. Diese bestätigte den Eingang meiner Unterlagen und den Bescheid, ob ich angenommen bin, sollte ich in 4-6 Wochen erhalten. Das war nicht ganz worauf ich gehofft hatte. Immerhin wollte ich so schnell wie möglich mit meinem Studium beginnen oder anfangen mir alternativ ein gutes Praktikum zu suchen, falls ich nicht angenommen werde.

Aber was soll’s. Ändern kann man ja eh nichts daran, wenn sie sich Zeit lassen und so hab ich halt noch ein bisschen Ferien bevor es dann mit meinem Studium losgeht.

Bewerbung an der Hochschule für Musik und Theater

In der ersten August Woche stellte ich also meine Bewerbung zusammen. Eine Bewerbungsfrist gibt es für den KMM-Studiengang nicht. Daher konnte ich meine Unterlagen in Ruhe aussuchen. Allerdings wollte ich mir auch nicht zu viel Zeit lassen, damit ich bald mit dem Studium beginnen konnte.

Als erstes machte ich mich an die Motivationsschreiben, die ja mittlerweile das Herzstück einer Hochschulbewerbung sind. Das kannte ich ja bereits, doch dieses Mal wurde es noch anspruchsvoller. Es sollte etwa drei Din-A4-Seiten umfassen und setzt sich aus drei Teilen zusammen: Erwartungen an das Studium, Erwartungen an die eigene berufliche Entwicklung sowie Einschätzungen von gegenwärtigen sowie von zukünftigen Strukturen und Anforderungen im Kultur- und Medienmanagement.

Was man vom Studium erwartet, weiß man ja meistens doch recht genau. Insofern stellt dieser Teil, wenn man sich über den Studiengang informiert hat kein Problem dar. Doch das mit der eigenen beruflichen Zukunft ist ja immer so eine Sache. Ich denke, dass auch viele andere Studenten zu Beginn ihres Studiums nicht genau sagen können, was sie nach ihrem Abschluss tun werden. Aber in der Bewerbung muss das alles relativ genau geschildert werden. Also werden einfach ein paar Ideen oder Wünsche die man für die Zukunft hat ausgeschmückt und vielleicht läuft es ja mal im Endeffekt wirklich so. In meiner Bewerbung habe ich den Bereich Konzert- und Tourneeplanung als meine berufliche Zukunft präsentiert. Das würde mir ja auch sehr gefallen.

Um den letzten Teil des Motivationsschreibens zu verfassen suchte ich mir Anregungen aus dem Internet. Besonders auf www.kulturmanagement.net habe ich ein paar sehr interessante Artikel und Interviews zu diesem Thema gefunden. Nachdem ich also andere Meinungen zu Struktur und Anforderungen im Kultur- und Medienmanagement gelesen hatte, fiel es nicht mehr so schwer einen Einstieg in das Thema zu finden. Wenn man mal drin ist im Schreiben, dann gehen mir diese Motivationsschreiben relativ leicht von der Hand.

Dann mussten nur noch die restlichen Unterlagen zusammengetragen werden. Das Antragsformular musste mit einem aktuellen Passfoto versehen werden, das ich zum Glück schon daheim hatte. Den Lebenslauf hatte ich ja schon für meine Bewerbung an der Popakademie verfasst. Daher musste ich ihn nur ein bisschen aktualisieren. Danach kamen Zeugnisse, Zertifikate, Teilnahmeurkunden und ein Zeitungsartikel in dem ich für das Kulturspektakel interviewt wurde. Sowas kommt wirklich immer gut. Ich bin sehr froh, dass ich dieses Jahr zur Süddeutschen Zeitung gefahren bin. Nun kam noch eine eidesstattliche Erklärung über die Richtigkeit der eingereichten Unterlagen und fertig war die Bewerbung.

So konnte ich sie noch in eine ordentliche Mappe legen und los geht’s. Auch dieses Mal schickte ich sie per Einschreiben mit Rückschein, weil ich immer Bedenken habe, dass meine Sachen bei der Post einfach wegkommen. Zum Glück habe ich die Bewerbung direkt vor meinem Urlaub am 11. August abgeschickt. Dadurch war ich erstmal abgelenkt und die Zeit bis man Bescheid bekommt, war überbrückt.

Informationen zum Studium

Auf der Internetseite des Instituts für Kultur- und Medienmanagement (KMM) findet man ein Dokument, das allgemeine Informationen zum Studium enthält. Um einen groben Überblick zu erhalten fasse ich hier einige Informationen zusammen. Wer die Informationen komplett ansehen will findet sie unter www.kmm-hamburg.de/deutsch/pdf/FS KMM Bachelor Info 220708.pdf.

Das grundständige Fernstudium für Kultur- und Medienmanagement hat das Studienziel „Bachelor of Arts (B.A.)“. Es wendet sich an Interessenten, die eine berufliche Tätigkeit im Kultur- und Medienbereich antreten und dabei verantwortliche Aufgaben übernehmen möchten. Es handelt sich um ein 6-semestriges Vollzeitstudium, ist jedoch auch als Teilzeitstudium realisierbar, dann jedoch in der doppelten Zeit.

Das Studium ist in drei verschiedene Studienabschnitte gegliedert: „Basis-Semester“ (1. und 2.), „Vertiefungs-Semester“ (3., 4. und 5.) und „Akademisches Semester“(6.).

Außerdem teilt sich das vermittelte Wissen in vier verschiedene Modulelemente, alle Studieninhalte sind nach diesen Modulen gegliedert:

1. Wirtschaft und Recht (WR)

2. Politik und Gesellschaft (PG)

3. Kommunikation und Organisation (KO)

4. Kultur und Medien (KM)

Die Studienbriefe ersetzen im Fernstudium die Vorlesungen eines normalen Studienganges. Es wird unterschieden in Pflicht-Studienbriefe, die vorgeschrieben werden, und Wahlpflicht-Studienbriefe, die man sich aussuchen kann. Der Leistungsnachweis für die Studienbriefe wird in Form einer Klausur erbracht.

Es gibt auch beim Fernstudium „Vorlesungen“, sie werden in diesem Fall Präsenzveranstaltungen genannt. Sie dauern je nach Thema an dieser Hochschule ein bis zwei Tage und werden an unterschiedlichen Orten in Deutschland abgehalten. Der Leistungsnachweis für die Präsenzveranstaltungen wird in Form einer Hausarbeit erbracht.

In den unterschiedlichen Semestern sind verschiedene Zahlen an Studienbriefen und Präsenzveranstaltungen Pflicht. Die Regelungen zu Bachelor-Prüfung lasse ich an dieser Stelle weg.

Als einzig feste Zulassungsbedingung des Instituts KMM ist die allgemeine Hochschulreife. Die Bewerbung für das Fernstudium läuft rein schriftlich ab. Die Unterlagen müssen enthalten:

- Bewerbungsformular mit Passfoto

- Lebenslauf

- Motivationsbericht

Und ein paar andere Formalitäten. Ausschlaggebend für die Entscheidung ist nach eigenen Angaben des Instituts vor allem der Motivationsbericht.

Die Gebühren für das Studium: 375€ Studiengebühren pro Semester

106,50€ Verwaltungskostenbeitrag pro Semester

95€ je Studienbrief

Das ist zwar auch etwas, aber im Vergleich zu den privaten Studiengängen über die ich mich informiert habe trotzdem noch unglaublich wenig. Hinzukommen natürlich die Reisekosten, falls man eine Präsenzveranstaltung in einer anderen Stadt besucht.

Alles in allem ein sehr überzeugendes Studienangebot, das die Hochschule für Musik und Theater hier bietet. Ich zumindest habe mich dazu entschieden, mich für den Studiengang zu bewerben. Ich informierte mich telefonisch, ob man sich das Institut mal ansehen könnte. Das ist aber leider nicht möglich.

Lichtblick Popakademie

Nachdem alle Studiengänge, die ich bisher in Betracht gezogen hatte, aus Kostengründen ausfallen. Musste ich meine Suche wieder ganz von vorne starten. Ich durchforstete das Internet nach anderen Möglichkeiten in die Musikbranche einzusteigen und stolperte prompt über eine ganz junge Akademie, die sich zur Aufgabe gemacht hatte den Nachwuchs der Musikbranche auszubilden.

Die Popakademie Baden-Württemberg (www.popakademie.de) bietet die Studiengänge Popmusikdesign und Musikbusiness an. Ersterer ist für aufstrebende Künstler gedacht, das war also nicht das wonach ich gesucht habe. Aber ein Musikbusiness-Studiengang wäre doch genau das richtige.

Das wollte ich mir erstmal genauer anschauen. Schließlich bin ich ja bei den anderen Studiengängen auch sehr zuversichtlich gewesen. Aber die Popakademie verlangt außer den normalen Studiengebühren kein Geld. Das machte sie schon mal attraktiver, als all die anderen Hochschulen, über die ich mich bisher genauer informiert habe. Außerdem handelt es sich um einen staatlich anerkannten Bachelor-Studiengang und nicht wie so oft um irgendein Blabla-Zertifikat.

Also nichts wie hin zum Info-Tag in Mannheim. Das war zwar nicht sehr aufschlussreich, außer dass sie eindeutig den Eindruck vermitteln wollten, dass sie eine überragende Akademie sind. Aber zumindest fand ich heraus, dass mein ehrenamtliches Engagement beim Kulturspektakel (www.kulturspektakel.de) als Berufserfahrung angerechnet werden kann. Somit erfülle ich also die Zugangsvoraussetzung zwei Jahre Berufserfahrung.

So konnte ich mich dann nach einigem Überlegen daran machen mein Bewerbung zu schreiben. Dabei mussten neben den üblichen Bewerbungsunterlagen mehrere Motivationsschreiben verfasst werden. Da das meine erste Bewerbung war, fiel mir das alles noch nicht so leicht, aber dann war es so weit und ich konnte meine schriftliche Bewerbung fristgerecht zum 30. April abschicken.

Es bewerben sich auf den Studiengang „Musikbusiness“ etwa 200 Bewerber auf 30 vorhandene Studienplätze. Somit musste ich mich darauf gefasst machen, dass es schwierig wird angenommen zu werden.

Meine schriftliche Bewerbung überzeugte und ich wurde zur Aufnahmeprüfung eingeladen. Anfang Juni reiste ich also nach Mannheim. Dort kamen eine Postkorb-Übung, ein schriftlicher Wissenstest und ein mündlicher Vortrag auf mich zu. Danach folgte ein klassisches Bewerbungsgespräch mit den Leitern der Popakademie. Schon während der Tests wurde klar, dass viel erwartet wird und das alles nicht so einfach ist. Doch dann hatte ich es geschafft und musste mehrere Wochen auf mein Ergebnis warten.

Am 30. Juni bekam ich endlich den lang ersehnten Brief aus Mannheim. Ich konnte mich nicht gegen die anderen Bewerber durchsetzen und wurde abgelehnt.