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Student allein zuhaus’

Arghh, jetzt hab ich ja schon wieder über zwei Wochen vergeblich darauf gewartet, dass ich wegen meiner Hausarbeit Bescheid bekomme. Wieder waren die Anrufversuche bei Prof. Dr. Loock vergeblich. Auch die Rückrufbitten, die ich bei den Mitarbeitern des Instituts hinterlassen habe, als ich angerufen habe, wurden entweder nicht ausgerichtet oder ignoriert.

Langsam nervt mich die Geschichte ganz schön. Die Präsenzveranstaltung, zu der ich die Hausarbeit schreiben will, ist ja mittlerweile auch schon über einen Monat her. Eigentlich kann muss man die Hausarbeiten spätestens vier Wochen nach der Veranstaltung beim Institut anmelden. Aber da ich ja nichts dafür kann, dass ich keine Rückmeldung bekomme, hoffe ich einfach, dass ich mich trotz Ablauf der Frist noch anmelden kann.

Von der ganzen Kommunikation mit dem KMM-Institut bin ich nicht ganz zufrieden, auch wenn mich Freunde im Präsenzstudium (z.B. an der LMU in München) beruhigt haben, dass die Kontaktaufnahme mit den Dozenten auch dort schwierig ist. Aber ich finde, wenn man schon allein daheim hockt beim Studieren, dann sollte sich doch ein bisschen aufmerksamer um die Studenten gekümmert werden. Sonst macht die Sache irgendwie keinen Sinn.

Man fühlt sich doch ganz schön allein bei dieser Fernstudien-Sache. Hoffentlich klärt sich zumindest die Geschichte mit der Hausarbeit bald, damit ich endlich weiterkomme in meinem Studium.

Peter Schwenkow am Institut KMM

Heute hat mich mal wieder der neue KMM-Newsletter erreicht. Darin wird ein- bis zweimal monatlich über Neuerungen am KMM-Institut berichtet. Die News sind meistens eher weniger relevant, aber heute gab es für mich ein Highlight: Peter Schwenkow wurde zur langfristigen Mitwirkung am KMM-Institut gewonnen. Das hört sich im ersten Moment nicht so spektakulär an, ist es aber. Er ist der Gründer und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Entertainment AG (DEAG). Die DEAG ist eine der größten Konzertagenturen Deutschlands und ist momentan z.B. für die Tour von Metallica verantwortlich.

Diese Nachricht lässt mich hoffen, dass das Angebot im Bereich Veranstaltungsmanagement deutlich erweitert und verbessert wird. Im Newsletter heißt es dazu: „Er wird am Institut KMM die Koordination dieses Themenbereichs übernehmen und uns auch den einen und anderen „backstage-Besuch” bei seinen Veranstaltungen ermöglichen.“ Das klingt doch wirklich viel versprechend. Ich freue mich schon zu sehen, wie sich die Sache weiterentwickelt. Vielleicht gibt es ja bald auch endlich mal einen Studienbrief zu Musik- und Veranstaltungsmanagement.

Veranstaltungen buchen ist gar nicht so leicht

Nachdem die ganzen Anmeldungen für die Präsenzveranstaltungen jetzt über das KMM-Portal laufen, hab ich mich dort umgeschaut, zu welcher Veranstaltung ich mich als nächstes anmelde. Zum Glück hab ich mal eine gefunden, die in München stattfindet. So muss nicht extra irgendwo hinfahren und die Übernachtungen zahlen. Die Veranstaltung „Marketing-Management in Kultur und Medien“ wird, wie meine Einführungsveranstaltung von Herrn Prof. Dr. Loock gehalten. Termin dafür ist der 13. Dezember. Also bin ich mit der Anmeldung noch nicht mal spät dran. Aber nein, als ich probiere mich anzumelden: Veranstaltung bereits ausgebucht. Na toll, also doch zu spät dran.

Dann hab ich noch eine andere Veranstaltung gefunden, die mich interessieren würde. Die Anmeldefrist läuft morgen ab, also schnell anmelden. Das erste Mal über dieses neue Portal. Und prompt klappt es nicht. Der Titel lautet „Kommunikation“ bei Herrn Esser und die Veranstaltung findet am 29. November in Berlin statt.

Nachdem die ganze Sache mit dem Portal nicht funktioniert und man sich auch dort für ausgebuchte Veranstaltungen nicht auf die Warteliste setzen lassen kann, schicke ich Frau Horbach, die für de Präsenzveranstaltungen zuständig ist, eine E-Mail. Allerdings hat sie mir direkt zurück geschrieben, dass beide(!) Präsenzveranstaltungen bereits ausgebucht sind und es bei der einen nur fehlerhafter Weise nicht angezeigt wird.

Damit werde ich in diesem Jahr wohl keine Präsenzveranstaltung mehr besuchen. Das war so irgendwie nicht geplant, aber was soll’s. Lieber warte ich auf die Veranstaltung nächstes Jahr, als irgendwas zu besuchen, das mich überhaupt nicht interessiert. Somit merke ich mir für die Zukunft: Bei Veranstaltungen, die ich besuchen möchte, möglichst schnell zuschlagen und nicht erst kurz vor Anmeldeschluss buchen, denn dann ist nichts mehr frei.

Das KMM-Portal

Die Tage habe ich eine Mail von meiner Hochschule bekommen, dass das „KMM-Portal“ ab jetzt nutzbar ist. Das heißt, es gibt jetzt eine Internet-Plattform über die man Studienbriefe bestellen, sich zu Veranstaltungen anmelden und mit anderen Studenten schreiben kann. Also habe ich mir die Sache mal angeschaut.

Was sofort auffällt ist, dass die Seite unglaublich lange braucht um zu Laden. Das nervt mich ja schon mal von vornherein. Aber egal, so ist das nun mal. Ansonsten ist die Seite im Prinzip wie die anderen Social Network-Dinger angelegt. Man hat ein Profil, in dem man Sachen über sich schreiben kann oder eben nicht. Natürlich geht es hier eher darum einen Lebenslauf und so etwas online zu stellen.

In der Rubrik „Aktuelles“ werden alle News rund um Studienbriefe, Jobangebote und was sonst noch so rund ums Studium abläuft veröffentlicht. Unter „Veranstaltungen“ sind alle anstehenden Präsenzveranstaltungen gelistet. Dort kann man sich dann die genauen Beschreibungen durchlesen und sich anmelden. Daneben gibt es noch „Studienbriefe“. Diese Sektion ist leider sehr unübersichtlich angeordnet (die Studienbriefe sind einfach in beliebiger Reihenfolge auf 8 Seiten aufgeführt) und man kann auch nirgends nachschauen, welche Pflichtstudienbriefe es für die verschiedenen Semester gibt. Ich hoffe, daran wird noch gearbeitet. Außerdem gibt es noch einen „Download“-Bereich in dem Dateien, wie etwa die allgemeinen Studienbedingungen oder die Formvorgaben für Hausarbeiten eingesehen werden können. Damit ist die Homepage des Instituts, die ich bisher relativ oft besucht habe, weitgehend überflüssig geworden für mich.

Ich werd mich wohl noch mit dieser Seite anfreunden müssen, da ab jetzt fast alles darüber laufen soll. Auch der Kontakt mit den Dozenten soll, soweit ich das verstehe, über die Kontakt- bzw. Nachrichtenfunktion des Portals laufen. Wenn man sich zu Veranstaltungen anmeldet oder eine Präsenzveranstaltung bucht, wird sie in den Warenkorb gelegt, wie in einem Online-Shop. Das find ich ganz lustig.

(K)ein guter Einstieg?

Heute hab ich mich ne halbe Stunde früher aus dem Bett gequält, damit ich die Fahrkarten besorgen kann und trotzdem pünktlich mit dem Lernen anfangen kann. Und es hat sogar geklappt. In Planegg am Bahn-Schalter hat mir die Frau meine Studenten-Ermäßigung gegeben, obwohl ich nur diesen windigen Brief dabei hatte. Ich hab ja, das was ich für meine Immatrikulations-Bescheinigung halte und auch meinen Studenten-Ausweis immer noch nicht gekriegt. Allerdings hätte sie mir ruhig verraten können, dass eine Sitzplatz-Reservierung 4€ kostet, aber beim Zahlen wollt ich dann auch nichts mehr sagen. Es ist jetzt also alles besorgt: meine vorläufige BahnCard und meine Zugtickets.

Rechtzeitig um 9 Uhr habe ich dann also losgelegt mit lernen. Zunächst musste ich noch die letzten beiden Kapitel meines Studienordners lesen. Ich fand das ist ein guter Einstieg ins Lernen. Sie tragen die Titel „Wegweiser Fernstudium“ und „Wegweiser Selbstmanagement“. In ersterem geht es vor allem darum, wie man die Entscheidung fällt, ob man sich für ein Fernstudium entscheidet. Das hat jetzt nicht soviel mit meiner Situation zu tun, nachdem ich ja schon angefangen habe mit dem Studium, aber egal.

Zumindest finden sich in den „Wegweisern“ ein paar nützliche Links, wie z.B. die Adresse eines Zusammenschlusses wissenschaftlicher Bibliotheken in Deutschland www.subito-doc.de Ansonsten habe ich rausgefunden, dass in Sachen Selbstmanagement doch von allen dasselbe vermittelt wird. So habe ich von fast Modellen bereits im „Studi-Survival-Guide“ gelesen, mit dem ich mich auf das Studium vorbereiten wollte oder habe, das weiß ich noch nicht so genau.

Nachdem ich also meine Vormittags-Lernzeit komplett eingehalten habe und vom Bass-Unterricht wieder heimgekommen bin, hab ich mit dem ersten Studienbrief angefangen. Ich habe mich dazu entschieden zunächst alle Studienbriefe einmal komplett durchzulesen, um sie dann danach genauer zu bearbeiten. Der Titel des Studienbriefes, den ich mir als erstes vorgenommen habe, lautet  „Rechtliche Grundlagen für Kulturmanager“ aus dem Bereich Wirtschaft und Recht. Dabei ist mir dann wieder eingefallen, warum ich mich in der Kollegstufe für den Erdkunde-Grundkurs entschieden habe und nicht für Wirtschaft und Recht. Das Zeug ist ultra langweilig. Aber ich wusste ja, dass das ein wesentlicher Bestandteil meines Studiums ist. Daher brauch ich mich auch nicht zu beschweren.

Trotzdem ist es mir ziemlich schwer gefallen mich durch die ersten beiden Kapitel zu kämpfen. Es ging zunächst um Vertragsrecht und im zweiten Kapitel um Arbeitsrecht. Natürlich gespickt mit unzähligen Paragraphen. Ich bin wirklich sehr gespannt, ob ich die alle wissen muss oder ob es reicht, wenn ich inhaltlich Bescheid weiß. Das werd ich aber schon von irgendjemand, der darüber schon Klausur geschrieben hat, erfahren.

Zumindest habe ich die ersten beiden Kapitel durch und bin schon ganz geschafft. Aber es war ja auch mein erster Studien-Tag, nachdem ich monatelang nichts gelernt habe. Man muss sich wirklich wieder daran gewöhnen, sich so lange zu konzentriert am Schreibtisch zu sitzen. Ich hab da ja auch einen ganz anderen Semester-Einstieg als andere Studenten. Die fahren das erste Mal in die Uni und lernen ihre neuen Mitstudenten kennen. Bei mir wird sich das wohl erst nach und nach entwickeln. Und ich muss mich selber aufraffen, mich ans Lernen zu machen. An meinem ersten Tag hat es ja zumindest schon mal sehr gut geklappt und ich hab mich an meinen Plan gehalten. Und so werd ich dann weitermachen.

Letzte Vorbereitungen und die Sache mit der Zeit

Das BILLY-Regal war schon aufgebaut, als ich heut Nachmittag nach Hause gekommen bin. Somit musste ich nur noch den Schreibtisch aufräumen und mein Zeug ins Regal einräumen. Das war dann auch recht schnell erledigt. Sogar die Batterie an verschiedenen Post It-Zetteln liegt ordentlich da. Damit wär dann schon alles vorbereitet für meinen morgigen Studienbeginn.

Naja, nicht ganz.

Hab mir letzte Woche extra ne schwarze Magnetwand besorgt auf der ich mir meinen Studien-Plan aufzeichnen will. Den hab ich die letzten Tage auch schon grob entworfen. Allerdings bin ich mir irgendwie noch uneinig, wie viele Stunden ich denn so die Woche lernen sollte. Auch die Ansichten von meinen Freunden, die ja zum Teil „normal“ studieren, gehen da sehr weit auseinander. Mein Lieblings-Tipp war allerdings: „Halt es auf jeden Fall unter 20 Stunden, dann kannst du es noch als Neben-Job abtun.“

Aber ich fürchte so einfach ist das nicht und meine eigenen Erwartungen an meine Studienleistungen sind auch recht hoch, daher will ich doch lieber ein bisschen mehr machen. Ich hab dann einfach mal so grob zusammengeschrieben, was mir denn so realistisch vorkommt. So wurde jeder Wochentag in Lernzeit und übrige Zeit eingeteilt. Bei dieser Planung kam ich auf 28 ½ Wochenstunden, die ich zum Lernen verwenden werde. Ich bin mir zwar noch nicht ganz sicher, ob das genug ist oder vielleicht auch zu viel. Aber das wird sich dann ja rausstellen.

Umständlicher als man denkt

So, nachdem das mit dem Studium nun so langsam anläuft musste nur noch mein Arbeitsplatz so hergerichtet werden, dass man da auch tatsächlich lernen kann. Ich hab sogar darüber nachgedacht, mir meinen Lernplatz in Keller einzurichten. Doch das hab ich mittlerweile wieder verworfen. Das geht schon auch in meinem Zimmer. Allerdings ist es im Moment nicht gerade vorteilhaft zum Lernen eingerichtet. Daher hab ich heut ein paar Sachen umgestellt, damit ich um den Schreibtisch rum mehr Platz habe.

Dabei ist mir dann leider aufgefallen, dass ich eigentlich gar keinen Platz in den Regalen hab für mein Studien-Zeug. Hm, da muss wohl doch ein extra Regal her. Nachdem ich schon drei ausgezeichnete BILLY-Regale von IKEA in meinem Zimmer rumstehen hab, bietet es sich an noch so eins anzuschaffen. Aber nicht noch eins, dass bis an die Decke geht, sondern ein niedriges.

Die ganze Sache hätte ich mir vielleicht ne Woche früher überlegen sollen. Ich war nämlich erst letzten Dienstag bei IKEA, um mit ner Freundin die letzten Sachen vor ihren Umzug zu besorgen. Na toll. Also muss ich die Tage noch mal hin. Außer meine Ma packt es heute doch noch, dass sie hinfährt. Das will sie ja schon länger.

Außerdem habe ich mich heute um die Übernachtungen fürs Wochenende gekümmert. Ich hab mich jetzt entschieden beide Nächte in Bocholt zu bleiben und erst am Samstag-Morgen nach Gronau zum Rock- und Pop-Museum zu fahren. Ich hoffe nämlich ein bisschen darauf, dass sich nach der Veranstaltung mit meinen Kommilitonen noch was ergibt oder das man zumindest noch etwas ins Gespräch kommt. Da wär es irgendwie unklug, wenn ich nach der Veranstaltung direkt zum Zug müsste.

Ich wollte gern im Gasthaus Potpourri übernachten, das ist nicht weit weg von Bahnhof und Veranstaltungsort (ca. 15 Minuten). Außerdem schaut es ganz nett aus und ist nicht so teuer. Bei meinem Anruf stellte sich leider raus, dass das Einzelzimmer, das mir die Dame zuerst angeboten hat doch nur bis Freitag frei ist. Es handelt sich um ein „leicht renovierungsbedürftiges“ Zimmer, was das bedeutet darauf bin ich sehr gespannt. Also nehm ich es für die erste Nacht, für 30 statt 39€, wegen des „Zustandes“. Hehe, das wird lustig.

Die zweite Nacht schlaf ich im Zigeunerbaron, der liegt direkt am Bahnhof, kostet satte 50€ und schaut ganz ok aus. Ein Umzug bei zwei Nächten Aufenthalt hätte ja nicht wirklich sein müssen. Aber was soll’s, jetzt is es halt so. Wer hätte schon erwartet, dass ein Hotel in Bocholt ausgebucht sein könnte?

Ach, eins muss ich noch loswerden: Peter Fox is ja wohl unglaublich gut. Diese abgefahrene Mimik und wie er sich zu den Beats bewegt. Ich bin begeistert. Ausgezeichnet dieser Mann.
Wenn Amazon bei mir nicht gerade spinnen würde, würd ich mir das Album sofort bestellen. Wunderbar.
www.youtube.com/watch?v=qdtLCfEcPL4

Studienbrief-Lieferung

Ich habe es ja nicht zu hoffen gewagt, dass auch mal was relativ schnell geht bei diesen KMM-Leuten, aber heute sind meine Studienbriefe gekommen. Eine Woche nach deren Bestellung. Es sind zwei Pakete. Das eine relativ kompakt, das andere ein ziemlicher Brocken. Schade, keins hat die Form eines Ordners.

In dem kleineren Paket finde ich den Lieferschein für alle drei Studienbriefe. Außerdem in gebundener Form Din-A4 die Briefe „Führungskompetenz“ und „Rechtliche Grundlagen im Kulturmanagement“. Beide Cover haben das Design des Studiengangs und fassen um die 250 Seiten. Das hätte schlimmer kommen können. Vom groben drüberschauen scheinen die Studienbriefe recht übersichtlich aufgebaut zu sein.

Aber was ist dann in dem großen Paket? Ich hoffe der dritte Studienbrief ist nicht zu gewaltig. Es ist ein Ordner, der ganz anders aussieht als die anderen KMM-Sachen. Darauf steht, wie auch auf dem Paket selber „Raabe: Nachschlagen – Finden“. Hm, das ist irgendwie komisch, anscheinend ist das doch nicht der dritte Studienbrief. Darin finde ich ein Anschreiben in dem man dazu aufgefordert wird ein Abonnement abzuschließen, um immer auf dem neusten Stand zu bleiben. In den Registern finden sich die verschiedensten Themen des Kulturmanagements.


Ich glaub das ist wirklich irgendeine Werbung und die wollen mir diesen Ordner verkaufen. Aber dann hätten sie mir doch nicht das ganze Riesen-Teil geschickt. Ich vergleiche mit dem Lieferschein. Dort steht „Handbuch Kulturmanagement und Kulturpolitik“ auf dem Ordner „Kulturmanagement und Kulturpolitik“ und die Autoren stimmen überein. Also ist es wohl doch mein Studienbrief.

Ich erkundige mich bei Herrn Vogler von der KMM, ob ich jetzt dieses Abo abschließen muss. Aber das ist wohl wirklich nur Werbung und der Ordner ist so, wie ich ihn bekommen hab mein Prüfungsstoff. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es angenehmer ist über einen Studienbrief Klausur zu schreiben, der extra für den Studiengang geschrieben und konzepiert wurde, als über irgend so eine Ansammlung von Zeug in nem Ordner. Aber wer weiß, vielleicht werde ich ja eines besseren belehrt.

Außerdem erfahre ich auf Nachfrage von ihm, dass der neue Studienbrief, auf den ich warten wollte erst zum Jahreswechsel rauskommt und nicht wie mir letzte Woche am Telefon gesagt wurde „in nächster Zeit“. Also muss ich wohl doch „Markt und Staat“ bestellen.

Man, ist das alles verplant bei denen. Ich glaub, zum Teil wissen die selber nicht so genau Bescheid. Aber zumindest hab ich jetzt meine Sachen und kann direkt mit dem lernen für die Klausuren anfangen. Ab spätestens Montag bin ich dann Vollgas-Student.

Reiseplanung

Vormittags wollte ich mich um die Reisevorbereitungen für meinen Trip nach Bocholt zur ersten Präsenzveranstaltung machen. Aber das ist alles gar nicht so einfach. Mein geplanter Abstecher zum Rock- und Pop-Museum nach Gronau gestaltet sich nämlich schwieriger als ich dachte. Man braucht von Bocholt bis zur Haltestelle Epe, in deren Nähe sich das Museum befindet, mit dem Bus gute 2 Stunden. Da meine Veranstaltung bis 17.30 Uhr geht. Würde ich so erst um 20 Uhr ankommen und das Museum, dass Freitags extra lang auf hat, macht um 22 Uhr zu. Also lohnt es sich nicht am Freitagabend kurz nach Gronau und zurück zu fahren.

Hm, nachdem ich am Freitag ja auch nicht nach München zurückkomme, könnte ich vielleicht nach Gronau fahren, da übernachten und am Samstag ins Museum gehen. Es gibt zumindest ein Hotel in Gronau direkt am Bahnhof, das halbwegs ordentlich aussieht und 35€ die Nacht kostet. Darunter komm ich auch in Bocholt nirgends unter. Mein Hotel für Bocholt hab ich übrigens schon ausgesucht: das Gasthaus Potpurri. Nur 15 Minuten von meinem Veranstaltungsort weg.

Morgen entscheide ich wann ich wohin fahr und werde alles buchen.

Der geheimnisvolle Ordner

So, heute habe ich also das schöne Ordner-Paket aufgemacht. Zu meiner Überraschung fand ich darin einen Ordner. Er ist grau und trägt die Aufschrift „Studienordner – Kultur- und Medienmanagement“. Zunächst enthält er ein Anschreiben in dem sie mir wünschen, dass mir dieser Ordner „nützliche Dienste für den Verlauf meines Studiums“ leisten wird. Wie schön. Also gleich mal los und schaun, was da so drin ist.

Informationen über das Institut und die Ansprechpartner für Fragen, finde ich gleich am Anfang. Das trifft sich ganz gut, denn jetzt muss ich nicht immer Herrn Klopp anrufen, sondern direkt denjenigen, den es tatsächlich betrifft. Danach kommen verschiedene Register zu Präsenzveranstaltung, Studienbriefen,… Allesamt enthalten einige Hinweise und Tipps, wie man sein Studium gestalten soll. Außerdem die Vorgaben über die Formalitäten, wenn man eine Hausarbeit abgibt usw.

Am interessantesten sind für mich allerdings die Informationen über die Abschlussprüfung, da ich darüber noch ziemlich wenig weiß. Neben vielen Fristen, Formularen und solchem Zeug finde ich Informationen über den tatsächlichen Ablauf der Bachelor-Prüfung. Ich muss also eine Bachelor-Arbeit schreiben. Naja, so viel habe ich schon gewusst. Aber dass diese dann in der Mündlichen Prüfung behandelt wird, wusste ich noch nicht. In einer Viertelstunde muss man in der Prüfung weiterführende Fragen zum Thema der Arbeit beantworten und die Arbeit verteidigen.

Interessant wird es aber vor allem beim zweiten Teil der Prüfung. Es werden in jeweils 15 Minuten zwei Studienbriefe geprüft über die man noch keinen Leistungsnachweis erbracht hat. Das ist daher so wichtig für mich zu wissen, da die Prüfung inkl. Bachelor-Arbeit insgesamt 50% der Abschlussnote ausmacht. Also wäre es ratsam für die mündlichen Prüfung Studienbriefe auszuwählen, die einem besonders liegen. Aber man darf über diesen Brief ja noch keine Klausur geschrieben haben. Somit sollte ich mir schon möglichst früh überlegen, welche Studienbriefe ich mir für die Abschluss-Prüfung aufhebe.

Oh oh, da muss ich ja ganz schön früh richtig darüber nachdenken, was ich so tue. Damit habe ich bisher nicht gerechnet. Ich dachte, ich such mir meine Studienbriefe so von Semester zu Semester aus, wie ich Lust habe. Aber nein, ich brauche möglichst bald einen Überblick darüber, was ich so im gesamten Studium machen will. Das werd ich dann wohl irgendwie hinkriegen.

Ansonsten befinden sich im Ordner zwei Register zu den Themen „Fernstudium“ und „Selbstmanagement“. Die werde ich mir dann als nächstes in Ruhe anschaun. Das sind insgesamt 120 Seiten zu den beiden Themen und da das sehr wichtig für mich sein könnte werde ich mich eingehend damit beschäftigen.

Ich habe die komplette Studien- und Prüfungsordnung durchgelesen. Jeden einzelnen Paragraphen. Dabei fällt mir auf, dass da wer nicht soo ordentlich gearbeitet hat. Im Text findet man relativ häufig, dass irgendwo „Master-Prüfung“ statt „Bachelor-Prüfung“ steht, obwohl das im Kontext absolut falsch ist. Und noch ein paar andere offensichtliche Übertragungsfehler. Da hat wohl jemand alles schön rüberkopiert aus einer anderen Studienordnung und nicht mehr ordentlich Korrektur gelesen. Bei so was bin ich sehr pingelig. Da hätten sie sich ruhig mehr Mühe geben können.