Unter Veranstaltern - Präsenzveranstaltung “Planung und Durchführung von Kulturveranstaltungen” in Osnabrück
Posted in Planung und Durchführung von Kulturveranstaltungen, Präsenzveranstaltung on 03/13/2009 06:23 pm by meNachdem ich mir ein kurzes Frühstück in meinem Hotel gegönnt habe und mir beim Penny gegenüber n
och etwas zum Trinken für den Tag besorgt habe, ging’s mit dem Bus auf zum Haus der Jugend. Den weg kannte ich ja zum Glück schon vom Vorabend.
Dort angekommen, waren schon die ersten Teilnehmer und der Dozent da. Klaus Terbrack (der Dozent) hat alle sehr herzlich begrüßt und man fühlte sich gleich willkommen. Zum Glück war die Sache nicht so steif, wie bei “Musik in Wirtschaft und Recht”. Herr Terbrack ist ein relativ junger Dozent, ich würde ihn so auf Mitte 40 tippen, und sehr sympathisch. Von den anderen Studenten kannte ich dieses Mal schon jemand. Editha hatte ich bereits bei “Musik in Wirtschaft und Recht” in München getroffen und wir verstehen uns ganz gut. Ansonst war es wieder bunt gemischt, allerdings wieder nicht von meinem Alter beginnend, sondern etwas darüber.
Der Raum der Veranstaltung ist dieses Mal auch wieder ganz in Ordnung. Zwar waren nebenan Gruppen, die hin und wieder ein bisschen lauter waren, aber das hielt sich soweit in Grenzen. Außerdem gab es Probleme mit dem Beamer-Anschluss, da Herr Terbrack ein fremdes MacBook dabei hatte und da die Anschlüsse anders sind, als bei seinem. Der Running-Gag der Veranstaltung war also ein Herr, der anscheinend im Haus arbeitet, der alle 30-60 Minuten mit einem neuen Kabel herein kam, dass er gerade gekauft hat. Keines von denen hat jedoch gepasst, also mussten wir ohne die Präsentation auskommen.
Das war in diesem fall allerdings gar nicht so schlimm, da es zur Veranstaltung ein sinnvolles Skript gab. Das fehlen eines solchen habe ich ja bei der letzten Veranstaltung explizit bemängelt. Ich verstehe bis heute nicht, wie man den Leuten zuhören soll, wenn man komplett damit beschäftigt ist, jedes Detail aus dem Vortrag zu Papier zu bringen. Deshalb bin ich ein Fan von Skripten für die Studenten, da hat man die Kernfakten schon bekommen und kann sich Details und Hinweise mitnotieren, hat den Kopf aber noch soweit frei, dass man sich auch an Diskussionen beteiligen und vor allem mitdenken kann. Aber das liegt bei meinem Studium einfach in den Händen des Dozenten, also muss ich mich da wohl oder übel anpassen.
Zu Beginn kam wie üblich eine Vorstellungsrunde. Dieses Mal haben zwei der angemeldeten Teilnehmer gefehlt, also waren wir 11 Studenten (bei dieses Veranstaltung waren 13 statt der üblichen 12 Teilnehmer zugelassen)
. Einige bei der Veranstaltung kommen bereits aus dem Veranstaltungsbereich und andere hatten damit noch überhaupt nichts am Hut. Am meisten interessiert war ich natürlich an der Vorstellung von Herrn Terbrack. Der ist schon seit etwa 25 Jahren in der Kulturbranche und ist studierter Musikwissenschaftler. Früher hat er für das Kulturreferat gearbeitet und hatte dann eine eigene Konzert-/Bookingagentur. Heute ist er in der kommunalen Kulturarbeit beschäftigt, publiziert v.a. für den Raabe-Verlag und geht mehr und mehr dazu über zu unterrichten, bei Veranstaltungen wie dieser vom KMM-Institut, aber auch bei anderen Einrichtungen.
Nebenbei erwähnte Herr Terbrack, dass er vom KMM-Institut angefragt wurde, ob er einen Studienbrief zum Thema Veranstaltungsmanagement schreibt.
Vielleicht erinnert sich noch jemand: Prof. Dr. Loock hat mir vor ziemlich genau einem halben Jahr versichert, dass ein solcher Studienbrief bereits in Arbeit ist und voraussichtlich im Frühjahr 2009 erscheint. Haha.
Auf jeden Fall wäre jeder in diesem Raum begeistert, wenn Hr. Terbrack diesen Studienbrief verfassen würde, da er definitiv in Kontakt mit der Branche ist und sich sehr gut verständlich machen kann. Ich wäre ein absoluter Fan davon, gerade weil er auch Open-Air-Festivals veranstaltet. Das wäre natürlich toll, wenn das jemand macht, der aus dem U-Musik-Bereich kommt und kein eingefleischter Klassiker. Aber mal sehen. Es klang nicht danach, als wäre er entschlossen das zu machen.
Die Veranstaltung inhaltlich zu beschreiben, würde hier ein bisschen den Rahmen sprengen, deshalb liste ich einfach grob die Themen auf, um die es ging.
Künstlerrecherche, Wahl des Zeitpunktes für eine Veranstaltung, Veranstaltungsort, Vertragliche Vereinbarungen/Bühnenanweisung, Künstlerbetreuung/Catering/Backstage/Hotel, KSK (Künstlersozialkasse), GEMA, Promotion, Zeitplanung für Veranstaltungen, Versammlungsstättenverordnung, Veranstalterhaftpflichtversicherung, Umsatzsteuer, Ausländereinkommensteuer, Förderungen, Kalkulation von Veranstaltungen.
Das war es so im groben und ich muss wirklich sagen, dass man auch als Veranstalter, der bereits Events organisiert hat, einiges dazugelernt hat. Es kam der Veranstaltung auf jeden Fall zu gute, dass der Dozent selber so viel Erfahrung hat und so viele praxisrelevante Aspekte mit einbringen konnte.
Zum Ablauf der Veranstaltung: Am Vormittag (Veranstaltungsbeginn: 10 Uhr) wurde das Skript durchgearbeitet. Danach gab es eine Mittagspause, in der man irgendwo etwas essen gehen konnte. Dabei geben die Dozenten meist eine Empfehlung ab. Ich hab mich mit drei weiblichen Teilnehmern auf den Weg zum Essen gemacht. Wir ind in eine Crêperie gegangen und dort hat es so lange gedauert, dass wir nicht ganz pünktlich zurück waren. Wir hätten also doch lieber einen der empfohlenen Imbisse nehmen sollen. Am Nachmittag wurde dann gewählt, welche Themen noch tiefgehender besprochen werden sollen. Wie auch schon bei den letzten Malen ist es mir direkt nach der pause schwer gefallen sofort wieder voll dabei zu sein, aber Herr Terbrack hatte es einfach drauf, die Studenten für die Themen zu begeistern.
Insgesamt war es wirklich eine tolle Veranstaltung. Es wurde darüber gesprochen evtl. eine Anschlussveranstaltung beim KMM-Institut anzuregen, bei der konkrete Fallbeispiele bearbeitet werden. Nahezu alle Anwesenden wären wieder dabei. Der Dozent hat wirklich wunderbare Arbeit geleistet. Das habe ich auch im Evaluationsbogen geschrieben, den man zum Ende jeder Präsenzveranstaltung ausfüllen muss. Wirklich rundum gelungen.
Eigentlich bekommt man ja bei jeder Präsenzveranstaltung zum ABschluss die Tielnahmebescheinigung, aber weil beim KMM-Institut das Organisatorische nicht immer groß geschrieben wird, wurden die Teilnhamebescheinigungen nicht rechtzeitig an Herrn terbrack versandt. Aber die kriegen wir dann wohl irgendwann zu geschickt. Wie ich mittlerweile weiß, kann sowas ja immer ein bisschen dauern.


